Doris Leuthard, die neue, 44 Jahre junge Volkswirtschaftsministerin, ist eine ausgebildete Juristin. Sie ist nicht die erste Juristin in diesem Amt; aber sie hat seit ihrem Amtsantritt am 1. August bereits dazugelernt. Wenn man heute mit Bundesrätin Leuthard spricht, stellt man fest, dass sie zwar weitgehend dieselben Anliegen wie früher vertritt, aber dass sie sich hörbar Mühe gibt, anders zu argumentieren: ökonomisch.
«Familienförderung» zum Beispiel hatte bei ihr bereits als CVP-Präsidentin oberste Priorität. Das schien ihr damals ein Mittel zu sein, ihre Partei, die CVP, zu fördern. Als Bundesrätin tritt Doris Leuthard nun für die Familienförderung ein – neu als Mittel, d ...