Der renommierte Politologe William A. Galston warnte kürzlich vor den Gefahren einer «illiberalen Rebellion» – eine von zahllosen Analysen dieser Art in der letzten Zeit. Es gehe darum, den liberalen Gedanken gegen «Gefahren von rechts» zu verteidigen, auch dann, wenn rechte Regierungen, wie Galston es formuliert, «dem Willen der demokratischen Mehrheit» entsprechen.
Da schwingt Missbehagen gegenüber dem Wähler mit: Wenn er nicht liberal genug wählt, dann muss man eben die Demokratie gegen die Wähler verteidigen.
Dass darin ein Widerspruch steckt, hat der Mann verstanden, der als Vorreiter der «illiberalen Revolution» besonders heftig angegriffen wird: Ungarns Minist ...