Er war ein Beispiel von bizarrer Dreistigkeit, der Fall des falschen Doktor Sudaro. Bei der Bundeskriminalpolizei und im Verteidigungsministerium legte der schneidige Tessiner Tiziano Sudaro eine steile Karriere hin, bis hinauf zum Chef der Prospektivplanung (Jahressalär gegen 200 000 Franken). Dies unter Vorgabe gefälschter akademischer Titel. Nicht bloss das Doktorat, sondern auch ein Master-Zertifikat und sogar das Lizenziat waren erschwindelt, wie die Weltwoche aufdeckte.
Seit der Hochstapler auf Druck der Medien Anfang Jahr demissionierte und das Bundesamt für Polizei Strafanzeige gegen ihn eingereicht hat, fehlt von ihm jede Spur. Ruhe herrscht auch an Sudaros ehemaligem Tatort, de ...