Nun also doch. Nachdem sie die Misswirtschaft in der Sozialhilfe jahrelang dementiert oder beschönigt hatte, räumte die Zürcher Stadtregierung in einer Medienkonferenz am Dienstag schwerwiegende Mängel ein. Grund für den Sinneswandel ist ein Bericht der Universität St. Gallen («Analyse Sozialdepartement/Sozialbehörde – Organisations- und Führungskonzept»). Die Experten in Betriebswirtschaft und Verwaltungsrecht kommen zu einem vernichtenden Ergebnis: Die Organisation des Zürcher Sozialwesens laufe zwar «gesetzes- und verordnungskonform» ab, sie sei aber «ineffizient» und «intransparent» und berge «hohe Risiken». Positive Urteile sucht man im 108-seitigen Bericht vergebli ...