Zuerst Tatsachen: Das Album «Jagged Little Pill» war eines der erfolgreichsten der neunziger Jahre. Die kanadische Sängerin Alanis Morissette, damals 21, erhielt dafür auf Anhieb vier Grammy Awards, dazu Gold in 32 Ländern. Das Album war das bestverkaufte Debüt einer Solosängerin überhaupt – insgesamt dreissig Millionen, davon die Hälfte in den USA. Seither ist die Morissette ein Fixstern am Himmel des östrogenen Songwritertums.
Das war vor zehn Jahren. Seit sich die Grossen der Musikindustrie, einem gesamtwirtschaftlichen Trend folgend, beinahe ausschliesslich auf die Grossen des Popgeschäfts fixieren, entstand eine besonders überflüssige Unsitte. Plötzlich begann man Alben ...