Im Freilichtmuseum Ballenberg köhlern wir einmal jährlich. Im Winter fällen wir die Bäume, Buche ergibt die beste Kohlenqualität. Wir produzieren rund 3,5 Tonnen Kohle, in der Machart von früher. Wir sägen Meterstücke aus vierzig Tonnen Holz, die wir zu Scheiten spalten. Im Mai bauen wir den Meiler mit bis zu sechs Meter Durchmesser. Ich mache einen kreisförmigen Rost mit Brettern, damit das Holz, das verkohlt, nicht im Dreck steht. Den Meiler baue ich jurteähnlich und satt, damit er nicht zusammenfällt, wenn sich das Volumen um 35 Prozent vermindert. Das Zugloch in der Mitte reicht bis zum Boden. Den Meiler bedecke ich mit Heu und Tanne ...