Der offenkundig intelligente, wenn auch wahnsinnige Massenmörder von Oslo war höchstwahrscheinlich ein politischer Einzeltäter. Er hatte keine Massenbewegung hinter sich, er steht nicht für eine politische Idee, die in der Mitte der Gesellschaft Anklang finden könnte. Anders als nach den Anschlägen auf die New Yorker Twin Towers durch Osama Bin Laden gab es keine spontanen Solidaritätsmärsche und Jubelszenen für den Attentäter wie damals in der arabischen Welt.
Breivik zum abschreckenden Repräsentanten oder irregeleiteten Vertreter islamkritischer, konservativer Kreise zu erklären, ist intellektuell etwa so unredlich, wie wenn man die heutigen Sozialdemokraten, die beispielsweis ...