Der Fall Prokofieff ist nicht leicht durchschaubar. Wie manch andere Künstler verliess der Komponist zum Zeitpunkt der bolschewistischen Revolution seine russische Heimat. Dass er in den Dreissigern wieder zurückkehrte, kann irritieren. Als Motiv wird meist genannt, dass er im Westen nicht jene Erfolge feiern konnte wie andere russische Exilanten – der Komponist Strawinsky, der Pianist Rachmaninoff. Aber vielleicht liegen doch tiefere Gründe vor – ein Heimweh, das sogar die Geste der Unterwerfung vor dem allmächtigen Stalin einschloss.
Parallel gehen Biografie und musikalische Entwicklung. Schon 1931, fünf Jahre vor seiner Rückkehr, hatte Sergej Prokofieff mit einem für Serge Diag ...