An einem Morgen im April kündete die ÂModeratorin auf SRF 2 Kultur, dem RadioÂsender, den ich werktags zwischen 7.00 und 7.45 Uhr höre, Oliver Schnyder an, «einen der namhaftesten Schweizer Pianisten der Gegenwart» (der 39-Jährige hat etwa in New York und Baltimore studiert, spielte mit dem Tonhalle-Orchester Zürich unter David Zinman oder dem WDR-Sinfonieorchester Köln). Man könnte einÂwenden, wie Tilda Swinton es machte, als ich ihr sagte, sie werde als Underground-Superstar beschrieben, das sei wie «Riesencrevette» – auch die grösste sei noch ziemlich klein. Doch mir macht es Eindruck, wenn einer Begabung hat und sich für ein Künstlerleben entscheidet.
«Wie sieht Ih ...