An ihm scheiden sich die Geister wie an keinem anderen Koch, und man muss kein Tiefenpsychologe sein, um zu erraten, warum: Jamie Oliver hat der oft mühevollen Arbeit in der Küche grinsend ein cooles Gesicht gegeben, in dem sich weder abgearbeitete Mütter noch vor Ambition berstende Hobby-Stern-Köche wiedererkennen – Millionen von Normalverbrauchern, die gern lässiger wären, als sie sind, jedoch schon. Was Jamie zusammenrührt, sieht erschreckend mühelos oder – siehe den in Zeitungspapier gegarten Lachs – ungewohnt spektakulär aus, und er unterläuft tänzelnd den Gottstatus herkömmlicher Kochbuchautoren.
Wer einmal Rezepte von Alain Ducasse gelesen hat, der uns eine Rehschult ...