Am 29. September 2001 wurde im Bergell ein Wolf «mit einem sauberen Schuss erlegt», wie das Bündner Jagdinspektorat damals mitteilte. Dem Bergeller Wolf erging es gleich wie all seinen Artgenossen, die in den letzten Jahren gewagt hatten, eine Pfote in die Schweiz zu setzen: Sie wurden ausnahmslos gewildert, überfahren oder abgeschossen. Abgeschossen mit der offiziellen Erlaubnis des gleichen Staates, der das Tier vor zwanzig Jahren unter strengen Schutz gestellt hatte.
Da ist die Haltung des Bündner Ständerats Theo Maissen schon konsequenter. Wenige Tage nach dem Bergeller Todesschuss trat er ans Rednerpult, ein Schäfchen unter dem Arm, und verlangte, dem Wolf sei jeglicher Schutzsta ...