Ein Faden des russischen «Spinnennetzes», das der Geldwäscherei in grossem Stil verdächtigt wird, führt zu einer kleinen Treuhandgesellschaft in Bellinzona, der Camasa an der Piazza Indipendenza. Über die Camasa, sagt die Bologneser Staatsanwaltschaft, seien mehrere hunderttausend Dollar an dubiosen Geldern der italienischen Firma Prima geflossen. Diese Firma in Rimini gilt als eines der wichtigsten Relais des mafiosen Netzwerks und hat die Ermittlungen erst ausgelöst, die in die europaweiten Razzien der Operation Spinnennetz mündeten.
Alfredo C. steht als alleiniger Verwaltungsrat der Camasa auf der internationalen Fahndungsliste aus Bologna. Er wird laut Anklageschrift verdächtigt ...