«Ich sags Ihnen, wie ich es gesehen habe», berichtet Fidèle Simugomwa, ein Anführer der Hutu-Milizen während des Genozids in Ruanda, in einem Interview mit dem Dokumentarfilmer Serge Farnel. Er sagt: «Die französischen Soldaten standen auf dem Hügel oben und feuerten auf die Tutsi [. . .]. Wir hatten ein Zeichen, damit die Franzosen nicht auf uns schossen: Wir trugen Blätter.»
Einer nach dem anderen erzählen die von Farnel gefilmten ex-génocidaires die gleiche Geschichte, und die geht so: Am 13. Mai 1994 versammelten sich kleine Gruppen Weisser – die sie als «französische Soldaten» bezeichnen –, die militärische Arbeitskleidung trugen und Jeeps oder Lastwagen fuhren, an ...