Im Auto sitzend, hörte ich vergangene Woche die beunruhigende Meldung, dass Frauen bis zu 30 Prozent weniger Einkommen erzielen als Männer. 30 Prozent? Fast ein Drittel? Nachdem ich die Studie der Statistik Zürich überflogen hatte, auf die sich die Nachricht bezog, relativierte sich die Sache etwas: Laut den Statistikern war ein grosser Teil der Lohndifferenz von 28 Prozent erklärbar, doch es blieb ein Rest von immerhin rund 10 Prozent Unterschied, auf den sich die Wissenschaftler keinen Reim machen konnten. Betont korrekt hielten sie sich im Urteil zurück und sprachen bloss von «potenzieller Diskriminierung». Trotzdem: Der gravierende Vorwurf, dass (wohl männliche) Chefs ihre weibl ...