In der Schweiz grassiert eine neue Volkskrankheit: die Diskriminierung. Landauf, landab befällt sie immer mehr Leute. Die Betreffenden fühlen sich von ihrer Umwelt ungerecht behandelt, in empörender Weise benachteiligt – diskriminiert eben. Das Leiden betrifft Junge und Alte, In- und Ausländer, es betrifft Minderheiten wie Homosexuelle oder Mehrheiten wie Frauen. Das spürt auch die Justiz, denn eine Diskriminierung – oder das, was man dafür hält – nimmt man heute nicht mehr einfach so hin, sondern man bekämpft sie vor dem Richter. Fordert finanzielle Genugtuung und Bestrafung. Und das immer häufiger.
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