Kaum hatte das ungarische Parlament vor Weihnachten ein neues Mediengesetz verabschiedet, brach über die konservative Regierung ein Sturm der moralisch untersetzten Kritik herein, der letzte Woche seinen Höhepunkt im EU-Parlament fand. Der schwere Vorwurf lautet: Einschränkung des Grundrechts auf freie Meinungsäusserung. Parallelen zum Dritten Reich wurden bemüht, und Daniel Cohn-Bendit (Grüne) sah Ministerpräsident Viktor Orbán auf dem Weg, ein europäischer Hugo Chávez zu werden.
Nun soll mit der Beantwortung eines von der EU-Kommission aufgesetzten Fragenkataloges möglichst bald Ruhe einkehren, damit die Donaurepublik den EU-Rats-Vorsitz ohne neue «Skandale» über die Bühne ...