Ota Sik (1919–2004) - Sein Name gehörte nicht zu jenen, die die Schweizer Jugend im August 1968 skandierte: Dubcek, Svoboda. Und sein Schicksal ersparte ihm auch das Los der traurigen Helden von Prag. Aber dazu verhalf ihm der Zufall: Ota Sik, Vordenker des Prager Frühlings, Wirtschaftsminister und Stellvertreter von Alexander Dubcek, galt zwar als «Konterrevolutionär Nummer eins». Als die Panzer des Warschauer Paktes in Prag einrollten, weilte er jedoch in Jugoslawien. Er flüchtete in die Schweizer Botschaft und kam schliesslich, als «Dr. Peter», mit seiner Familie zu einem Bauern nach Amden.
Es war nur eine weitere Station in einem bewegten Leben. Als Junge wollte er eigentlich m ...