Das Meisterwerk verpasst der Jazz am sichersten, wenn er es unbedingt herbeizwingen will. Als einer Kunst des allmählichen Verfertigens der Gedanken beim Spielen ist ihm nichts bekömmlicher als eine Atmosphäre der Beiläufigkeit. Es gibt Vorgänge, die nimmt ein halbes Ohr besser wahr als zwei ganze. Die CD von Omri Ziegele, Irène Schweizer und Makaya Ntshoko ist ein Meisterwerk und also weniger gemacht als gewachsen. Ein Geschenk, aber eins, das dem Where’s Africa Trio (so nennt sich die Gruppe, für drei Titel stösst Jürg Wickihalder an Sopran und Alt dazu) nicht in den Schoss fiel. Es ist das Resultat langer Geschichten, die in einer ungewöhnlich intensiven und entspannten Begegn ...