Alle Jahre wieder kommt ein Politiker daher und fordert eine Änderung des Wahlrechts. Mal geht es um Wahlgerechtigkeit, mal um Inklusion und immer darum, mehr Wähler und Stimmen zu mobilisieren. Eine überparteiliche Initiative von Grünen, Sozial- und Christdemokraten machte vor Jahren den Anfang: Jedes Kind sollte von Geburt an ein Wahlrecht haben, das von den Eltern treuhänderisch ausgeübt würde, bis das «Kind» achtzehn wird. Ex-Familienministerin Manuela Schwesig schlug die Einführung eines «Familienwahlrechts» vor, bei dem «ein Elternteil pro Kind eine zusätzliche Stimme» bekäme. Ein Ehepaar mit drei Kin ...