Bevor islamistische Selbstmordattentäter losziehen, um irgendwo auf der Welt sich und eine möglichst grosse Anzahl Leute in die Luft zu sprengen, nehmen sie häufig ein Video von sich selbst auf. Den Bart frisch gestutzt, das Stirnband sorgfältig gebunden, die Kalaschnikow vor der Brust, begründen sie mit religiösen Formeln die Bluttat – ein angekündigter warholscher Auftritt, terroristisch verkürzt von 15 Minuten auf eine Zehntelsekunde. Abgesehen von der Aufmachung à la mode jihad, erinnert die Pose der eitlen Lebendbomben stark an diejenige der Actionfilm-Ikone Rambo. Und der eingeübte Gesichtsausdruck der Verwegenheit verrät, dass ebenso auf die bewundernden Blicke der jungen ...