Aurelius: Als Onkologe bin ich oft mit grossem Leid konfrontiert. Die schwersten Zeiten stehen die Paare tapfer durch. Es ist eine Leistung, aber auch ein Bedürfnis, dem geliebten Menschen beizustehen. So realisierte ich, was Liebe sein kann und dass man die Dinge nicht auf morgen verschieben sollte. Bisher war ich vor allem fleissig, und meine grösste Freude waren meine Schmetterlinge, die ich immer freiliess, kaum waren sie geschlüpft. Also gab ich vor drei Jahren eine Annonce in der Weltwoche auf mit Stichwörtern zu meiner Person: «Piano», «Segeln auf den Kanaren», «T. Pynchon», «Songs from the Labyrinth». Noch am gleichen Abend hatte ich Martin am Telefon. Wir fanden sofort A ...