Dies ist die Geschichte eines Leidensweges, eines Bussweges und eines Königsweges. Der Erzähler im neuen Roman «Sehnsucht. Versuch über das erste Mal» nennt sein Projekt allerdings lapidar eine «Autobiographie des Schwanzes». So könnte man die Recherche nach dem verlorenen Glück vielleicht auch bezeichnen, müsste man nicht sofort beifügen, dass die griffige Grundformel dem Œuvre keineswegs gerecht wird. Denn so forsch geht es denn doch nur in wenigen Passagen zu. Der Sound des Romans ergibt sich wie schon in früheren Büchern von Arnold Stadler aus einer merkwürdigen Verquickung von Ironie, Depression, Nachdenklichkeit, Komik und einer nur schwer versteckten Rebellion gegen d ...