Wer sie nur einmal sah, wusste: Bei dieser Frau passt nichts zusammen. Ausser – wenn sie und ihr Publikum Glück hatten – in der Musik, die sie gerade machte. Eunice Kathleen Wymon, geboren 1933 und in North Carolina unter ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen (so beginnen afroamerikanische Lebensläufe) – Eunice zog es schon als kleines Mädchen ans Klavier. Wollten andere Schwarze Pop- oder Sportstars werden, war ihr Traum eine Karriere als Konzertpianistin. Ein lokaler Klavierlehrer erkannte ihr Talent und brachte sie an die renommierte New Yorker Julliard School of Music. Leider nur für ein Jahr, dann waren die Mittel der Stiftung, die er für sie gegründet hatte, erschöpft. Um ...