Vor zwei, drei Jahren spielte Gerald Way schon sein eigenes Alter Ego. Posierte mit Priesterkragen, Lederjacke, Baseballschläger und rabenschwarz-strähnigem Haar. 2006 ist er das Alter Ego des Alter Ego: schwarze, goldbetresste Zirkusjacke und kürzere, schlohweiss gefärbte Haare. Geholfen hat es nicht, nun wird er als Schwuler beschimpft. Daran ist Gerald Way gewohnt: Er war ein dickes Kind, gehänselt vom First Grade über die High School bis hinauf ins College. Chancen bei Mädchen: unter null.
So etwas prägt. Man würde auf der Bühne nie seinen nackten Oberkörper sehen, nicht mal seine Arme, gestand Way kürzlich der Londoner Musikzeitschrift NME: «Das Fat Kid, das ist der ultima ...