Cédric Wermuth, SP-Co-Präsident, war unmissverständlich: Die SP sei bereit, die Entsendung von Friedenstruppen in die Ukraine mitzutragen, erklärte der Aargauer im Interview mit der NZZ. Mit dieser Aussage begibt sich Wermuth auf dünnes Eis.
Als Juso-Präsident gelang ihm 2010 am Parteitag in Lausanne ein Husarenstück: Die Abschaffung der Armee fand den Weg ins SP-Parteiprogramm. Der antimilitaristische Reflex sitzt bei den Genossen tief – seit dem Generalstreik von 1918, bei dem in Grenchen drei Streikende von Soldaten erschossen wurden. Seither kämpfte die Linke mit Initiativen und Referenden immer wieder gegen die Armee.
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