Seit dem Beginn des Irak-Krieges und der Proteste dagegen ist in den Zeitungen gerne von einer neuen Politisierung und einem Linksrutsch der Jugend die Rede, und Vergleiche mit «1980» und «1968» werden angestrengt. Eine zehnjährige Zürcherin sagt mir, die ganze Klasse sei an die Kriegsbeginn-Demo gegangen, «nur ein paar Streber nicht». Ein Vierzehnjähriger meint: «Ich habe keinen Einzigen gesehen, der für Bush ist, ausser mal am Fernsehen. Auch die Lehrer sind dagegen und Schüler, die sonst total angepasst sind. Das gibt einem Mut zu demonstrieren.» Sogar der siebenjährige Sohn meiner Nachbarn konstatiert: «Bush ist böse. Zuerst hat er gesagt, er bombardiere nicht, und jetzt ...