Ende Mai stand eine Frau vor einem amerikanischen Gericht, die seit Jahren für ihr Recht kämpft: Cynthia Brzak. Die Mittfünfzigerin, die während 26 Jahren in Genf bei der Flüchtlingshilfe der Vereinten Nationen gearbeitet hatte, beschuldigte ihren Chef Anfang 2004, sie nach einem Meeting in Anwesenheit ihres Teams begrapscht zu haben. Die Justiz hat den Fall bisher nicht geklärt.
Das liegt nicht allein daran, dass es sich beim Täter um den angesehenen Ruud Lubbers handelt, den ehemaligen Premier der Niederlande, der zum Zeitpunkt der Beschuldigung Chef der Uno-Flüchtlingshilfe war. Die Schwierigkeiten von Brzak gehen viel tiefer. Die Uno-Bürokratie hat ihr eigenes Rechtssystem, da ...