Wir sprachen kürzlich über den Alltag in den Brutkolonien von Pelikanen, ohne dabei allerdings auf die Brut selber und die Koloniekinder näher einzugehen. Wir holen das, wie damals versprochen, heute nach. Schenkt man alten Überlieferungen Glauben, so hätten Pelikanjunge eine traumatische frühe Kindheit vor sich. Ihre Mutter soll sie nämlich, mit Schnabel und Krallen, so hingebungsvoll liebkosen, dass sie dabei sterben. Der Vater, ob dem Tod seiner Kinder verzweifelt, reisst sich nach drei Tagen Trauer die Brust auf und bringt sie mit dem ausfliessenden Blut wieder ins Leben zurück. Es gibt von dieser Geschichte viele Variationen, aber nur eine Quelle: ein Werk, das man «Physiologus ...