Was hat dieser Mann nicht schon alles überstanden: Naturkatastrophen, eine Nichtwahl in den Bundesrat, den Niedergang seiner Partei, einen Herzinfarkt. Durch sein Gesicht ziehen sich Furchen wie durch eine Granitwand am Gemsstock.
Gleichwohl hat der «Katastrophen-Franz» nicht ein einziges graues Haar auf seinem Kopf. Mit sechzig. Alles noch satt dunkelbraun. Das sei «familiär bedingt», lächelt Steinegger, sein Vater war noch mit fast achtzig nicht grau. Doch diese Bemerkung wäre gar nicht nötig, denn keiner käme bei ihm auf den Verdacht, er könnte künstlich nachgeholfen haben. Nicht einer wie Franz Steinegger, dem das Volk mehr glaubt als jedem anderen bürgerlichen Politiker im ...