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Per Schnellboot übers Mittelmeer

Bei Kindsentführungen ins Ausland bleibt oft nur eine Lösung: die Rückentführung. US-Firmen bieten solche Aktionen an. Ein Agent, der seit fünfzehn Jahren im Business tätig ist, spricht über Risiken, Bedingungen und Kosten und über die fatalistische Haltung der Schweizer Behörden.
Herr X, dieses Interview findet unter der Bedingung statt, dass keine Rückschlüsse auf Ihre Identität möglich sind – wer sind Sie, was machen Sie? Ich mache als Vertreter einer US-Firma in Europa seit fünfzehn Jahren Rückentführungen von Kindern, die in ein fremdes Land entführt wurden und die auf legalem Weg nicht in ihr Herkunftsland zurückgebracht werden können. Wie kommt man zu einem solchen Beruf? Ich arbeitete früher beim staatlichen Personenschutz und bin entsprechend ausgebildet. Mitte dreissig gehört man bei diesem Metier zum alten Eisen, viele wechseln dann zur Polizei. Ich bildete mich in Israel, Frankreich und Deutschland im Einzelkampf weiter und wechselte in di ...
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