Peter Stamm: Wenn es dunkel wird. S. Fischer. 192 S., Fr. 29.90
Hassen, lieben, begehren, verachten – alles Verben, alles Tunwörter, die Aktionen zwischen Menschen voraussetzen, nicht nur beschreiben, sondern ausführen. Vielleicht sind die Figuren in Peter Stamms jüngstem Erzählband, «Wenn es dunkel wird», deshalb so zerbrechlich, weil sie nicht hassen, nicht lieben, begehren oder verachten, nicht handeln, sondern von ihrem Schöpfer in jenem Moment gezeigt werden, in dem sie der Planung verfallen, der Stagnation. Wie David, der eine Bank überfallen will und in den Gedanken, welche für die Vorbereitung nötig sind, ertrinkt. Oder Georg, ...