Die Wifag Maschinenfabrik AG im Berner Wyler-Quartier war jahrzehntelang eine höchst attraktive Braut. Verschiedene Konzerne versuchten erfolglos, das Industriebijou zu ergattern, das die besten Druckmaschinen der Welt entwickelte, baute und zu sehr guten Preisen verkaufte. Die Familienfirma, bis 2007 kommandiert von «Fräulein Dr.» (so die von ihr gewünschte Anrede) Ursula Wirz, war stets innovativ, topseriös, profitabel und vor allem eigenständig, also unverkäuflich, eine rare Perle in der Berner Öde.
Eine kleine Schwäche hatte die Juristin, die ihr Leben ganz der Firma widmete: Sie umgab sich, wenn sie als Chefin ihres Verwaltungsrates ihre Entscheide fällte, gerne mit einem K ...