Vielleicht erinnern Sie sich an meine frisch getrennte Freundin mit dem problematischen Verhältnis zur Realität? So lieb sie mir ist: Sie ist eine geradezu realsatirische Vertreterin unserer Millennial-Generation. Verloren in digitalen Fantasiewelten, hofft sie mit über dreissig Jahren noch auf ihre Entdeckung als Influencerin und findet nicht hinein ins Leben. Die Beziehung, der sie gerade hinterhertrauert, hat nicht wirklich stattgefunden. Es war eine Fernbeziehung, die realen Treffen pro Jahr lassen sich an einer Hand abzählen, telefoniert haben die zwei kaum häufiger. Genau genommen war die «Beziehung» ein Whatsapp-Chat.
Nun hat meine Freundin ihren Job gekündigt, um ...