Seit Gerhard Pfister in der CVP das Zepter schwingt, wird in der einstmals stramm katholischen Partei wieder vermehrt über Religionsfragen sinniert. Wenn Pfister gern und oft vor der schleichenden Islamisierung Europas warnt, dann will er daran erinnern, in welchem Humus seine Partei wurzelt. «Die CVP macht den Fehler, dass sie sich fremdschämt», betonte Pfister im Wahlkampf 2015. «Dabei werden wir zu neunzig Prozent von Katholiken gewählt. Der Katholizismus ist in den Genen unserer Wähler.» Einen Kontrapunkt setzt die Aargauer CVP-Präsidentin Marianne Binder. In der jüngsten Ausgabe der Publikation Horizonte, die von der Römisch-katholischen Pfarrblattgem ...