Werte vor Wirtschaftsinteressen, forderte Mitte-Präsident Gerhard Pfister flächendeckend in den Blättern von Tamedia: «Unsere pragmatische Aussenpolitik funktioniert nicht mehr.» Sein plötzlicher Abschied vom Pragmatismus erstaunt. Noch im Januar hat Pfister bezüglich Energiepolitik bedauert: «Realistische und pragmatische Lösungen werden verzögert und verhindert.» Auch in der EU-Politik verlangte seine Partei vom Bundesrat eben noch, «pragmatisch für die Interessen der Schweiz in Brüssel einzustehen». Doch die gegenwärtige geopolitische Entwicklung, so der Mitte-Präsident, laufe «auf einen Kampf zwischen den demokratischen und den autokratischen Staaten hinaus». Die ...