«Rafael Nadal als Lackmustest für Roger Federers Tennis-Unsterblichkeit», «der erste Johannesbrief als Lackmustest für Gläubige»: Lackmustests, wohin man schaut. Was ist das für ein Test, der auf so vielfältige Fragen Antworten verspricht? Vage erinnert man sich an den Chemieunterricht und die farbigen Papierstreifen, die man in Seifenwasser und Zitronensaft tunkte. Dass Basen sie blau färbten und Säuren rot, wissen nur noch die wenigsten – geblieben ist den meisten lediglich: dass der Lackmustest simpel war und die Antwort eindeutig.
Dabei ist die Chemie dahinter alles andere als einfach. Die Struktur des Farbstoffs in den Lackmusstreifen ist derart kompliziert, dass es erst 19 ...