Am 7. Januar vor vier Jahren sass Michel Houellebecq um acht Uhr morgens im Radiostudio. Er wurde zu seinem neuen Roman «Unterwerfung» befragt, der an jenem Mittwoch in den Buchhandel kam. Über die Feiertage war der Plot der Geschichte bekanntgeworden: Sie handelt von der Wahl eines islamischen Präsidenten und der langsamen Islamisierung Frankreichs. Am selben Tag erschien auch die neuste Ausgabe der satirischen Zeitschrift Charlie Hebdo. Auf dem Cover: ein gealterter Houellebecq, dem die Zähne und die Haare ausfallen.
Phänomenolog ...