Wer Pierin Vincenz auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn zu später Stunde in einer Bar antraf, erlebte einen aufgeräumten, dominant auftretenden, aber dennoch kumpelhaften Gesprächspartner. Schon beim ersten Bier pflegte er zu sagen: «Ich bin der Pierin.» Sprach das Gegenüber von irgendeinem persönlichen oder geschäftlichen Projekt, stellte er grosszügige, unbürokratische Kredite seiner Bank in Aussicht. Wenn Vincenz bei solchen Gelegenheiten wegen seiner ablehnenden Haltung zum Schweizer Bankgeheimnis kritisiert wurde, holte er jeweils zu einer Erklärung aus, in der bei fast jedem Satz das Wort «pragmatisch» vorkam. Als Vorstandsmitglied der Schweizerischen Bankiervereinigun ...