«Pimp My Ride»
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«Pimp My Ride»

Auto

«Pimp My Ride»

Der mächtige BMW XM lässt keinen kalt und ist mit 750 PS nicht einmal übermotorisiert.

Es gibt nur wenige aktuelle Modelle, die mehr polarisieren als der mächtige, kantige SUV aus den Werkstätten der M GmbH. Vergangene Woche verbrachte ich zweimal 650 Kilometer auf der deutschen Autobahn im BMW XM Label Red – mit 748 PS die stärkste Ausbaustufe des Modells. Schon beim ersten Tankstopp nach rund 450 Kilometern irgendwo in Nordfranken kam ich nach wenigen Minuten mit einem Mitarbeiter ins Gespräch, der sich nach Preis und Leistung erkundigte.

Enes Kucevic
«Pimp My Ride»
Enes Kucevic

Wo immer der XM steht, nähern sich sofort – mehr oder weniger diskret – Männer mit wahlweise wissenden oder interessierten Blicken. Dass sich bei BMW gewissermassen zwei Design-Sprachen etabliert haben, halte ich für eine mutige, begrüssenswerte Entwicklung. Es gibt eine Sprache für eher avantgardistische Gestaltung, dazu gehören der XM, der i7 oder der iX. In einem anderen, klassischeren Stil sind Modelle wie der X5 oder die Dreier-Reihe gezeichnet.

Mein Testwagen in einer violett schimmernden Sonderlackierung namens «Individual Sepia Metallic» erlaubt keinen diskreten Auftritt. Käme ich auf einem Kamel die Autobahn entlanggeritten, würde das kaum mehr auffallen. Aber gerade darum geht es. Der XM ist ein Statement, wobei man durchaus wählen kann, wofür: für ein grosses Ego, den unerschütterlichen Glauben an eine bessere Zukunft durch technischen Fortschritt oder die Kunst, gut zu leben.

Glücklicherweise bin ich alt genug, um mich an die Fernsehsendung «Pimp My Ride» zu erinnern, die Anfang der 2000er Jahre während sechs Staffeln auf MTV ausgestrahlt wurde. In der Reality-Show entstanden aus mitleiderregenden Fahrzeugen strahlende, neue Autos mit riesigen, blitzenden Felgen, Grossbildfernsehern und bunten Lacken. Dass heute ein Grosshersteller wie BMW für seinen XM Label Red Räder in 23-Zoll-Dimensionen als Option anbietet (4190 Franken), zeigt, dass die Show von der Realität überrollt wurde. Ich würde allerdings davon abraten; sie machen die Fahrt unkomfortabler, als es notwendig wäre. Über schlechte Strassen stampft und rumpelt der XM damit wie ein Dickhäuter durch die Steppe.

Aber der natürliche Lebensraum dieses faszinierenden Wagens ist ohnehin die Autobahn; trotz einem Gesamtgewicht von bis zu 3,3 Tonnen wirkt er dank der grosszügig dimensionierten Leistung und dem brillanten Fahrwerk überraschend leichtfüssig, auch wenn man in diesem Fall nie zu wenig Leistung haben kann. Dafür sorgt ein Kraftwerk mit einem Performance-Hybridantrieb aus Elektro-Einheit und V8-Biturbo, womit sich der Verbrauch auf der Langstrecke bei 12,5 Litern einpendelt. Viel wichtiger aber: Der XM Label Red garantiert einen filmreifen Auftritt, wohin immer man damit fährt.

 

BMW XM Label Red

Motor/Antrieb: V8-Biturbo, Elektromaschine, 8-Gang-Automatik, Allradsystem M xDrive; Hubraum: 4395 ccm; Systemleistung: 748 PS / 550 kW; max. Drehmoment: 1000 Nm; Hochvoltspeicher: 25,7 kWh (nutzbare Energie); max. Ladeleistung: 7,4 kW; Reichweite (elektrisch): 75–83 km (WLTP); Verbrauch (kombiniert WLTP): 1,8 l / 100 km; Beschleunigung (0–100 km/h): 3,8 sec; Höchstgeschwindigkeit: 290 km/h (mit M Driver’s Package); Preis: Fr. 211 700.–; Testwagen: 231 120.–

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