Max Frey war 1951 ein junger Eishockeyspieler beim ZSC und Jurastudent, als er, aus Familienräson, die Jean Frey AG mit einer Druckerei und dem Fachblatt Sport übernehmen musste. Er machte das Beste draus: eine Erfolgssaga als Medienunternehmer. Frey war schlau wie ein Pirat, ein undurchsichtiger Aussenseiter, machiavellistischer Stratege und unbekümmerter Playboy, der seinen zigarrenförmigen Jaguar E vor der Druckerei an der Zürcher Dianastrasse abstellte und im Dachgeschoss sagenhafte Partys feierte.
Der alte Jean Frey stammte, wie die Ringiers, aus dem Städtchen Zofingen und gab dort ein Wochenblatt heraus, das er 1898 an den Kleindrucker Ringier verkaufte. Frey zog nach Zürich und ...