Ende 2011 spielt ein Unbekannter dem internationalen Journalistennetzwerk ICIJ eine Festplatte zu. Der Inhalt: vertrauliche Daten von zwei Finanzdienstleistern, welche Tausende Offshore-Firmen und -Trusts eröffnet haben. Vor allem auf Südseeinseln. Der Begriff «Offshore» beschreibt finanzielle Tätigkeiten fernab der eigenen Heimat.
Auf das Datenleck folgt gemäss Selbstvermarktung ein Triumph der Technologie: Die 260 Gigabyte an Daten wären von Menschenhand kaum zu bewältigen gewesen. Also bauten Informatiker die IT-Systeme der Offshore-Anbieter nach, damit sie gezielt nach Personendaten suchen konnten. Weltweit erhielten knapp fünfzig Zeitungen Zugang zu den Ergebnissen, darunter d ...