Demokratien haben eine grosse Bandbreite. Sie reicht von Bürgerversammlungen in Gemeinden und Kantonen über Sachabstimmungen bis zu repräsentativen Parlamenten, wo die Stimmberechtigten nur alle paar Jahre zur Wahlurne gehen. In allen Systemen üben die Parteien eine Schlüsselfunktion aus. Sie fassen die Parolen, nominieren die Kandidaten und gewichten sie durch die Listenplätze. Deshalb ist die Loyalität der Kandidaten zur Partei von grosser Bedeutung. Tendenziell sind die Parlamente stärker mit Parteisoldaten als mit eigenständigen Denkern bevölkert. Hinzu kommt, dass in den Mehrparteiensystemen nur selten eine einzige Partei die Mehrheit erlangt und deshalb Koalitionen notw ...