«Es wäre höchst verfehlt, durch Gründung besonderer Anstalten die Frauen zum akademischen Studium heranzuziehen», schrieb Physik-Nobelpreisträger Max Planck 1897. «Amazonen sind auch auf geistigem Gebiet naturwidrig.» Selbstverständlich würde das heute niemand mehr sagen. Aber wenn man Bilder von Physik-Kongressen sieht, auf denen sich ein, zwei Frauen unter Dutzenden von Männern verlieren, hat man manchmal das Gefühl, es habe sich seit Planck nicht so wahnsinnig viel geändert. Zwar haben die Frauen in den letzten Jahren etwas aufgeholt, aber nicht so stark wie in anderen Fächern: «Die Kluft zwischen der Physik und anderen Fachrichtungen wird immer grösser», heisst es in ein ...