In einem Land, in dem jeder zweite Zahnarzt mit einem Romanmanuskript in der Schublade droht, wundert es nicht, dass auch Politiker nach literarischen Weihen streben. Den Anfang machte Moritz Leuenberger, dessen «Bekenntnis zur Vergänglichkeit» wenigstens entlastend auf seine gesammelten Reden ausstrahlt. Wir wären nicht überrascht, wenn der Service-public-Sender SF DRS seinem besten Götti dereinst ein Sendeplätzchen am Sonntagmorgen bereithielte. Zum Beispiel «Leuenbergers Lesestunde – Plaudereien über Gott und die Sozialdemokratie».
Nun beglückt auch SVP-Nationalrat Oskar Freysinger das ratlose Publikum mit kleinen Kostbarkeiten («...sie bedeckte sein hartes, bärtiges Kinn m ...