In «Jöhri’s Talvo» in Champfèr, mit zwei Michelin-Sternen und achtzehn Gault-Millau-Punkten seit Jahren das Höchste, was das Oberengadin kulinarisch zu bieten hat, reservierte ich aus lauter Verzweiflung einen Tisch. Denn ich fürchtete, in der Familienherberge «Chesa Spuondas» in St.Moritz, in der ich eine Woche wohnte, keinerlei Nahrung für meine Gastrospalte zu finden. Wie in der letzten Ausgabe dargelegt, imponierte mir dann aber der dortige Küchenmeister Günter Schreiber und wie er die Fundamentalkritik seiner kleinen Gäste erträgt: entweder Essverweigerung oder Nachbestellen. Und bei den Jöhris? Verdiente im «Talvo» neben dem Food auch die Urteilskraft der Besucher zwe ...