Niemand streitet über die welthistorische Bedeutung Cäsars. Er hat Gallien erobert und damit das Gesicht Mitteleuropas für immer geprägt. Vom Rhein bis zum Atlantik galten nun für viele Jahrhunderte das Wort und die Kultur Roms. Wer immer in Zukunft auf dieses Land blicken wird, sang Catull, wird es tun, um «die Orte zu besuchen, die an den grosÂsen Cäsar erinnern: Galliens Rhein, das grausige Meer und am Rande der Welt die Britannier». Niemand zweifelt auch an Cäsars politischer Begabung, jedermann bewundert seine herausragende Intelligenz und seine meisterliche Feder.
Alles andere aber ist Gegenstand eines nicht enden wollenden Disputs. Jährlich bezeugen neue Bücher die Entsch ...