Einst gehörte er zu den schärfsten Kritikern der Filmförderung, seit fünf Jahren steht Ivo Kummer selbst an der Spitze der mächtigen Sektion Film des Bundesamts für Kultur. Unter ihm wurden die Fördermittel markant angehoben – und doch entsteht kaum der Eindruck, dass die Filme besser geworden sind. Kummer, der mehr als zwanzig Jahre lang Direktor der Solothurner Filmtage war, erweist sich im Gespräch als sanfte, äusserst zuvorkommende Persönlichkeit. Er ist ein Mann des Ausgleichs, jemand, der es möglichst allen recht machen möchte. Ein schwieriges Unterfangen in einer Branche, wo der Verteilkampf mit harten Bandagen ausgetragen wird, wo niemand dem anderen etwas gönnt, wo zu ...