Als sie noch im Nationalrat sass, gab sie sich als konsequent denkende und handelnde Politikerin mit zuverlässigem Kompass. Am linken Flügel ihrer Partei politisierend, berief sich die Sozialdemokratin jederzeit auf programmatische Grundsätze und stellte Abweichler ruppig in den Senkel. Sie kannte jedes Detail der Vergangenheit und Gegenwart ihrer SP und gab zum 125-Jahr-Jubiläum eine kämpferische Parteigeschichte heraus. Doch nach ihrer Wahl in den Zürcher Regierungsrat geschah mit Jacqueline Fehr eine wundersame Verwandlung: Die Amtszeit der letzten beiden Jahre ist geprägt von Unsicherheit, Zaudern und einem inhaltlichen Hüst und Hott. Sie wechselt regelmässig ihre Meinung ...