Herbert Grönemeyer ist einer der erfolgreichsten Rocksänger deutscher Zunge – und einer der umstrittensten. Er bewege sich «zwischen halbprivatem Liedermacherbekennertum und beherztem politischem Engagement, zwischen tränenrührendem Liebeslied und flott dahinrockender Zeitgeistlyrik», schrieb Der Spiegel.
Wofür ihn seine Fans lieben, darüber rümpfen seine Kritiker die Nase: Mit einer gepressten «Knödelstimme» sang er Mitte der achtziger Jahre politisch engagierte und korrekte Texte über das Deutschland unter dem CDU-Kanzler Helmut Kohl («Tanzen», «Lächeln», «Mit Gott») oder thematisierte in «Grönland» (1993) die Wiedervereinigung aus Sicht eines Ostdeutschen: «Du ha ...