Irgendwie passte alles so schön zusammen. Schwedens Gesellschaft, tief gespalten, fragte sich, ob das Land den Euro übernehmen solle oder nicht. Die Debatte elektrisierte ganz Schweden. Und dann, kurz vor der Abstimmung, wurde die Aussenministerin und Euro-Befürworterin Anna Lindh ermordet. «Stach irrer Euro-Hasser zu?», fragte der Blick in seiner ihm eigenen Scheinheiligkeit.
Nach der Verhaftung eines Verdächtigen veröffentlichten die Medien dessen Identität. Trotz laufender Untersuchung. Und trotz unbewiesener Schuld. Weil alles so schön passte: Der vermeintliche Täter verkehrte in neonazistischen Kreisen. Die Journalisten witterten die lang ersehnte Erlösung. Noch immer drückt ...